Wasserwacht Schleiz
im Kreisverband
Saale-Orla e.V.

SanitätsdienstabzeichenSanitätsdienstausbildung
Die Sanitätsdienstausbildung ist die Fortführung der medizinischen Ausbildung nach der Ersten Hilfe. In sechs vollen Tagen Ausbildung erhält jeder das Wissen und die praktischen Fertigkeiten für die Hilfe bei komplexeren Notfällen bis hin zur Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst. Die Sanitätsdienstausbildung wird mit einer theoretischen und praktischen Prüfung abgeschlossen.

 

SanitätsdienstabzeichenErste Hilfe
Auf dem Weg zum Deutschen Rettungsschwimmabzeichen in Silber muss jeder eine Ausbildung in Erster Hilfe absolvieren. Dabei lernt er in einem eintägigen Kurs die grundlegenden Maßnahmen bei verschiedenen Notfällen kennen und übt diese. Neben den Maßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung, sind insbesondere die stabile Seitenlage und Verbände Lehrgangsinhalt.

 

Die Aufgaben und Ausbildungen der DRK Wasserwachten haben sich in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. Dies ist auch bzw. ganz besonders in der Wasserwacht Schleiz zu merken. Noch in den 90er Jahren waren der Wachdienst am Bleilochstausee und die sanitätsdienstliche Absicherung am Schleizer Dreieck die Schwerpunktaufgaben. Eine Tauchstaffel gründete sich und bildet sich aus.

Bereits vor und um die Jahrtausendwende nahmen die Aufgaben stetig zu. So wurde die SEG Wasserrettung/Tauchen mit  Leben erfüllt und die rein sanitätsdienstlichen Aufgaben wurden mehr.

Mitte der 2000er Jahre wurde die SEG auch zu einer SEG-Sanitätsdienst für den Massenanfall von Verletzten und Betroffenen (MANV). Seit 2010 ist die ehemalige SEG als Wasserrettungsstaffel des SOK im Katastrophenschutz des Landes Thüringen verankert und wird stetig weiter ausgebaut.

Dieser Wandel in den Aufgaben führt auch zu einem Wandel in der Aus- und Fortbildung. Dabei bleiben die Basisqualifikationen seit Jahren gleich. Die Qualifikation "Wasserretter" ist das anzustrebende Ziel für jeden Rettungsschwimmer. Auf ihr aufbauend differenziert sich die Ausbildung immer mehr und jeder kann sich nach seinen Interessen spezialisieren.

 

Ausbildungsweg

  freiwillige Aus- / Fortbildungen   Verwendung

Basis-
ausbildung   

Deutsches
Rettungsschwimmabzeichen
in Bronze
(Mindestalter 12 Jahre)

       

 Erste Hilfe Ausbildung

      →   Teilnahme am Wachdienst
an der Bleilochtalsperre

Deutsches
Rettungsschwimmabzeichen
in Silber
(Mindestalter 15 Jahre)

  →   Deutsches
Rettungsschwimmabzeichen
in Gold
(Mindestalter 16 Jahre) 
   

Sanitätsdienstausbildung

 

 

  →   Teilnahme an
sanitätsdienstlichen Absicherungen

Ausbildung zum Wasserretter

      →   Mitarbeit in der Wasserrettungsstaffel

Spezialisierungen   →   Ausbildung zum Bootsmann     
 

 

Ausbildung zum Rettungsbootsführer

  →   Tätigkeit als Bootsführer
       
  →   Ausbildung zum Signalmann    
 

Ausbildung zum Rettungstaucher

  →   Tätigkeit als Rettungstaucher
       
  →   Fortbildung zum Fließwasserretter    
       
  →  

Ausbildung zum Ausbilder in folgenden Bereichen

    • Erste Hilfe
    • Sanitätsdienst
    • Schwimmen
    • Rettungsschwimmen
    • Bootsdienst
    • Rettungstauchen
   

 

Der Wasserretter qualifiziert uns zum Beispiel auch zur Tätigkeit als Wachgänger an Nord- und Ostsee.

Im Menü links erfahrt ihr mehr zu den einzelnen Ausbildungen.

Die SEG der Wasserwacht Schleiz ist Teil der Katastrophenschutzvorsorge des Landes Thüringen. Sie ist als Wasserrettungsstaffel in den Wasserrettungszug Thüringen integriert.

Schaubild Thüringer Katastrophenschutzverordnung

Die Thüringer Katastrophenschutzverordnung (ThürKatSVO) ist im Gesetzes- und Verordnungsblatt verkündet worden und damit rückwirkend zum 1. Januar 2010 in Kraft getreten. Stand 30. August 2010 Um die Verordnung und insbesondere die Katastrophenschutzeinheiten für die Praxis anschaulich und eingängig zu machen, gibt das Innenministerium Schaubilder vor, die in anliegender Broschüre zusammengefasst sind.

Thüringer Katastrophenschutzverordnung (ThürKatSVO) in Schaubildern - Broschüre als Download

 

Als Wasserrettungsstaffel werden wir vom Landkreis und vom DRK Kreisverband mit entprechender Ausrüstung ausgestattet. So kam vor wenigen Tagen das neue Rettungsboot nach Schleiz, welches in einigen Wochen nach Aufrüstung mit der Rettungsausrüstung in den Dienst gestellt wird. Hier ein Link zum neuen Boot.

 

Die Wasserwacht Schleiz ist in der glücklichen Lage für viele ihrer Bereiche eigene Ausbilder zu besitzen. Dies ist bei weitem nicht überall im Saale-Orla-Kreis oder in Thüringen so. Die langjährigen Wasserwachtler, die mit hohem Engagement ihre Aufgaben erfüllen, haben die Gelegenheit sich über den DRK Kreisverband bzw. über den DRK Landesverband zu Lehrkräften ausbilden zu lassen. Sie sind die Spezialisten in ihrem Bereich und machen dies aus Überzeugung.

Jedoch sind die Ausbilder nicht nur in der eigenen Ortsgruppe tätig. So sind die Tauchausbilder in die Ausbildung aller neuen Rettungstaucher in Thüringen eingebunden. Nebenbei gibt es bezüglich der Tauchausbildung Kontakte zu einer Wasserwachtortsgruppe aus dem Badischen.

Die Erste-Hilfe-Ausbilder und die Ausbilder des Sanitätsdienstes bilden auch die anderen organisierten Gemeinschaften im Saale-Orla-Kreis mit aus. So konnte im Februar 2005 eine Gruppe von 30 Personen, bestehend aus eigener Ortsgruppe, der Wasserwacht Wurzbach und dem Betreuungszug der Rotkreuz-Gemeinschaft Blankenberg in "Sanitätsausbildung A" ausgebildet werden. Die im Herbst 2005 durchgeführte Sanitätsdienstausbildung B mit acht Teilnehmern war der Grundstein für die im Februar und April stattfindende "Sanitätsdienstausbildung C".

Fachdienstabzeichen Naturschutz

Die Wasserwacht Schleiz leistet jählich Wachdienst am Bleilochstausee im Bereich zwischen Staumauer und Zoppoten. Dabei gehören zu ihren Aufgaben nicht nur die Rettung von Ertrinkenden oder die Bergung von gekenterten Booten. Sie ist genauso im Naturschutz engagiert. Seit Herbst 2004 hat Gabriele Sponholz-Müller die Aufgabe der Naturschutzausbildung in unserer Ortsgruppe übernommen. Sie kümmert sich um alle Themen des Naturschutzes in unserer Gemeinschaft.

Mit ihrer Hilfe war es zum Beispiel möglich, die durch unsere Taucher gefundenen Krebse im Bleilochstausee zu bestimmen. Sie leitet jetzt ein Vorhaben in die Wege, dass in zusammenarbeit mit dem zuständigen Landratsamt ein besserer Schutz für die Tiere gewährleistet wird. Schließlich ist sie es, die uns alle jedes Jahr wieder für den Naturschutz sensibilisiert.

Umwelteinsatz 2009

 

Abzeichen Rettungstaucher

Ein weiterer Fachdienst in der DRK Wasserwacht ist das Rettungstauchen. Bis 2010 haben wir mit eigenen Ausbildern diesen Fachdienst in der Wasserwacht Schleiz ausgebildet und eine Tauchgruppe vorgehalten.
Die seit 2011 veränderten Rahmenbedingungen ermöglichen uns auch weiterhin interessierte Wasserretter zu Rettungstauchern auszubilden. Dazu werden die organisationseigenen Ausbilder Thüringens mit den Tauchanwärtern zusammengeführt und so die Kräfte und Mittel gebündelt.

Mit dem Bleilochstausee vor der Haustür steht uns ein verschiedenartiges, äuserst anspruchsvolles Revier zur Verfügung. Der Stausee ist bis zu 60 Metern tief. Hier, wo jeder andere Taucher sich eher abwendet, da die Sicht ihm zu schlecht ist, ist es für die Rettungstaucher genau die richtige Ausbildungsstätte. Sie müssen sich eher auf ihren Tastsinn und die Führung durch den Signalmann an Land verlassen als auf ihre Augen.

Als Rettungstaucher kann man sich seinen Einsatzort nicht aussuchen und so ist es wichtig auch im trüben Wasser seine Arbeit verrichten zu können.

Taucher beim Einstieg
Rettungstaucher & Signalmänner am Ufer

Rettungstaucher in der Wasserwacht ist das Anspruchsvollste, was ein Wasserwachtler in unserer Gemeinschaft erreichen kann. Dafür bedarf es eines besonders hohen Engagementes und vorallem auch Zeitaufwandes. Da das Tauchen eine gefähliche Sportart ist und deshalb hohe Sicherheitsanforderungen gestellt werden, sind mehrfach jählich Übungstauchgänge unter Aufsicht und Weiterbildungsmaßnahmen in einem geforderten Umfang zu absolvieren.

Diesen enormen Zeitaufwand leisten die Rettungstaucher ausschließlich in ihrer Freizeit.

Als Rettungstaucher ist man meistens blind unterwegs und so ist es vorgeschrieben, dass jeder Rettungstaucher eben von einem Signalmann an Land über die Signalleine geführt wird. Diese Signalleine ist das Kommunikationsmittel für den Einsatz.

Die Ausbildung zum Signalmann ist der zum Rettungstaucher ebenbürtig. Schließlich muss der Signalmann die selben Kenntnisse bezüglich Tauchtechnik, Tauchmedizin und Taucheinsatztaktik etc. besitzen. So ist der Signalmann auch der Retter in der letzten Not für den Taucher. Damit es jedoch nicht soweit kommt, unterliegt er der selben Ausbildung, nur halt ohne die Tauchpraxis, wie der Rettungstaucher auch.

Taucher
Taucher im Rettungsdienst unterliegen den Regeln des Bundesverbandes der Unfallkassen. Die GUV R2101 "Tauchen mit Leichttauchgeräten in Hilfeleistungsunternehmen" regelt die Anforderungen für unsere Einsatztaucher.

 

Für eine fundierte fachliche Ausbildung ist es sinnvoll und notwendig, dass jeder auch selbständig sich mit den Inhalten der Ausbildung vertraut machen kann. Anbei die ISBN-Nummern der entsprechenden Unterlagen.

Lehrbuch Rettungsschwimmen

Lehrbuch Rettungsschwimmen: Das komplett überarbeitete Buch enthält die aktuelle Lehrmeinung der Wasserwacht unter Berücksichtigung der gültigen Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften.

Hrsg. vom Bayerischen Roten Kreuz. 16. neu bearbeitete Auflage 2009, Broschur DIN A5, 256 Seiten

Link zum RotKreuzShop

Handbuch Sanitätsdienst

Handbuch Sanitätsdienst: Dieses Handbuch ist der ideale und umfassende Begleiter für die Ausbildung im Sanitätsdienst.

5. überarb. Auflage 2009, Broschur DIN A5, 254 Seiten

Link zum RotKreuzShop

 

Taschenbuch für Wasserretter Taschenbuch für Wasserretter: Das Buch ist für alle Einsatzkräfte in der Wasserrettung geschrieben.

 

Es umfasst alle Aufgabengebiete und ist als Helfer für unterwegs konzipiert. Es soll neben den Grundlagen für die Aus- und Weiterbildung als Ratgeber im Einsatz dienen und mit Tabellen, Checklisten und Tipps aus der Praxis als Nachschlagewerk genutzt werden.

Ausgabe 2009, Broschur 11,5 x 16 cm, 344 Seiten:

Link zum RotKreuzShop

ISBN: 9783609687391

 

Abzeichen Bootsführer

Für alle Wasserwachtmitglieder, die regelmäßig die Wachstation am Bleilochstausee bei Saalburg besetzen, ist eine Motorbootausbildung fast unumgänglich. In ihr werden die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten für den Umgang mit dem Rettungsboot vermittelt. Sie schließt mit einer Prüfung ab, die der Prüfung zum Sportbootführerschein Binnen vergleichbar ist. Darüberhinaus enthält sie Elemente, die für die Rettung mit dem Boot wichtig sind.

Jedoch kann nicht jeder Wasserwachtler sofort auch Bootsführer werden:

  • Zum Einen muss er das 18. Lebensjahr vollendet haben und die entsprechenden gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllen.
  • Zum Zweiten muss er sich auch durch eine kontinuierliche und regelmäßige Mitarbeit auszeichnen.
Motorrettungsboot auf dem Bleilochstausee

Auch im Bereich der Bootsausbildung stehen regelmäßige Weiterbildungen an. Diese passieren jedes Jahr revierbezogen innerhalb unserer Ortsgruppe und alle drei Jahre müssen alle Bootsführer zu einer zentralen Weiterbildung in Thüringen.

 

Die Ausbildung zum Wasserretter stellt in der DRK Wasserwacht bundesweit die Basisqualifikation für nachfolgende Spezialisierungen bzw. für den Einsatzdienst dar. In ihr werden neben vertiefenden Inhalten zur Sanitätsdienstausbildung, einer Funkunterweisung im BOS-Funk, einer Einführung in das Medizinprodukterecht insbesondere der Umgang mit einer Vielzahl von Rettungsmittel erlernt und geübt.

Teilnehmer des ersten Wasserretterlehrganges an der Bleilochtalsperre Teilnehmer des ersten Wasserretterlehrganges in Thüringen an der Bleilochtalsperre
Wasserretter unterwegs mit dem Motorrettungsboot auf der Saale bei Naumburg Wasserretter auf der Saale bei Naumburg
Wasserretter auf der Saale bei Naumburg Hier üben sie die Rettung einer bewusstlosen Parson aus dem Wasser auf verschiedene Arten.
Die Anfahrt an das Opfer erfolgt von Unterstrom  (gegen die Strömung) Wasserretter auf der Saale bei Naumburg
Wasserretter auf der Saale bei Naumburg Mit dem Spineboard, welches auch beim landgebundenen Rettungsdienst zum Einsatz kommt, wird die Person schonend auf das Boot gebracht.
Bilder können durch anklicken vergrößert werden.
 

 

Unter ABC-Geräte versteht jeder Rettungsschwimmer Tauchmaske, Schnorchel und Flossen. Es ist die Grundausrüstung für jeden Rettungsschwimmer und Wasserretter. Mit ihnen ist er in der Lage schnell zu einem Opfer zu schwimmen, in Tiefen bis zu einigen Metern abzutauchen und erschöpfte Schwimmer ans Ufer zu bringen.

 

Jedoch muss auch das Schwimmen mit Flossen sowie das Tauchen mit Tauchmaske üben. Drum ist es wichtig, dass jeder Rettungsschwimmer sich diese Ausrüstung zulegt. Da wir am Bleilochstausee eher selten in die Lage kommen, mit Flossen retten zu müssen, sollte die Ausrüstung unseren Verhältnissen angepasst sein.

So empfehlen wir, das ihr euch eher ein paar Sprintflossen zulegt, da diese auch euer normales Schwimmtraining unterstützen. Bei Tauchmaske und Schnorchel kann es etwas gewöhnliches von der Stange sein. Es sollte nur passen. Bei dem Schnorchel ist darauf zu achten, dass er KEINE Ventile oder flexible Teilstücke hat. Dies ist aus der Erfahrung heraus eher hinterlich für den Einsatz im Rettungsschwimmen.

Sprintflossen Arena Powerfin

Solche Sprintflossen könnt ihr zum Beispiel bei Sport-Thieme bestellen.

 

Rettungsschwimmer/in Bronze

Voraussetzung: Mindestalter 12 Jahre

Leistungen:

  • 200 m Schwimmen in höchstens 10 Minuten, davon 100 m in Bauchlage und 100 m in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit.
  • 100 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 4 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden.
  • 3 verschiedenen Sprünge aus etwa 1 m Höhe (z. B. Abrenner, Kopfsprung, Paketsprung, Startsprung, Fußsprung).
  • 15 m Streckentauchen.
  • Zweimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, einmal kopf- und einmal fußwärts, innerhalb 3 Minuten mit zweimaligem Heraufholen eines 5 kg- Tauchringes oder gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 2 und 3 m).
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen.
  • Fertigkeiten zur Vermeidung von Umklammerungen sowie zur Befreiung aus:
    • Halsumklammerung von hinten.
    • Halswürgegriff von hinten.
  • 50 m Schleppen mit je einer Hälfte der Strecke Kopf- oder Achselgriff und dem Standard-Fesselschleppgriff.
  • Kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
    • 20 m Anschwimmen in Bauchlage, hierbei etwa auf halber Strecke Abtauchen auf 2-3 m Wassertiefe und Heraufholen eines 5 kg-Tauchringes oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen und das Anschwimmen fortsetzen.
    • 20 m Schleppen eines Partners.
  • Demonstration des Anlandbringens.
  • 3 Minuten Vorführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW).

Nachweis folgender Kenntnisse:

  • Gefahren am und im Wasser.
  • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung).
  • Vermeidung von Umklammerungen.
  • Atmung und Blutkreislauf.
  • Hilfe bei Verletzungen und Ertrinkungsunfällen, Hitze- und Kälteschäden.
  • Aufgaben der ausbildenden Wasserrettungsorganisationen.

Ein Lehrgang zur Vorbereitung auf eine Rettungsschwimmprüfung sollte 16 Lerneinheiten Ausbildung in Theorie und Praxis (ohne Erste Hilfe Ausbildung) beinhalten. Nachgewiesene Vorkenntnisse können bei der Ausbildung berücksichtigt werden. Die anschließende Prüfung muss innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein.

Rettungsschwimmer/in Silber

Voraussetzung: Mindestalter 14 Jahre, EH-Lehrgang nicht älter als 2 Jahre

Leistungen:

  • 400m Schwimmen in höchstens 15 Minuten, davon 50m Kraulschwimmen, 150m in Brustschwimmen und 200m in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  • 300m Schwimmen in Kleidung in höchstens 12 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  • Sprung aus 3m Höhe
  • 25m Streckentauchen
  • dreimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, zweimal kopfwärts und einmal fußwärts innerhalb 3 Minuten mit dreimaligem Heraufholen eines 5-kg-Tauchringes oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 3 und 5m)
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben in höchstens 1:30 Minuten
  • Nachweis von Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fertigkeiten zur Befreiung aus - Halsumklammerung von hinten u. Halswürgegriff von hinten
  • 50 m Schleppen in höchstens 4 Minuten, beide Partner in Kleidung, je 1/2 Strecke mit Achselgriff und einem Fesselschleppgriff (Standard Fesselschleppgriff oder Seemannsgriff)
  • Handhabung und praktischer Einsatz eines Rettungsgeräts (z.B. Gurtretter, Wurfleine oder Rettungsring)
  • Kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
    • Sprung ins Wasser (Kopf- oder Startsprung)
    • 20m Anschwimmen in Bauchlage
    • Abtauchen auf 3-5m Wassertiefe, Heraufholen eines 5-kg-Tauchringes oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen
    • Lösen aus einer Umklammerung durch einen Befreiungsgriff
    • 25m Schleppen
    • Sichern des Geretteten
    • Anlandbringen des Geretteten
    • 3 Minuten Vorführen der Herz-Lungen- Wiederbelebung (HLW)

Nachweis folgender Kenntnisse:

  • Gefahren am und im Wasser
  • Rettungsgeräte
  • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)
  • Vermeidung von Umklammerungen
  • Atmung und Blutkreislauf
  • Erste Hilfe
  • Rechte und Pflichten bei Hilfeleistungen
  • Aufgaben und Tätigkeiten der ausbildenden Wasserrettungsorganisation

Ein Lehrgang zur Vorbereitung auf eine Rettungsschwimmprüfung sollte 16 Lerneinheiten Ausbildung in Theorie und Praxis (ohne Erste Hilfe Ausbildung) beinhalten. Nachgewiesene Vorkenntnisse können bei der Ausbildung berücksichtigt werden. Die anschließende Prüfung muss innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein.

Rettungsschwimmer/in Gold

Voraussetzung:

Mindestalter 16 Jahre
DRSA-Silber und EH-Lehrgang nicht älter als 2 Jahre
Vor Beginn des Lehrgangs zum Deutschen Rettungsschwimmabzeichen des DRK – Gold – muss eine Bescheinigung über die Sporttauglichkeit vorgelegt werden, die nicht älter als ein Jahr sein darf.

Leistungen:

  • 300m Flossenschwimmen in höchstens 6 Minuten, davon 250m in Bauch- oder Seitenlage und 50m Schleppen, Partner in Kleidung (Kopf- oder Achselschleppgriff)
  • 300m Schwimmen in Kleidung in höchstens 9 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  • 100m Schwimmen in höchstens 1:40 Minuten
  • 30m Streckentauchen, dabei Heraufholen von 10 kleinen Ringen oder Tellern, die auf einer Strecke von 20m in einer höchstens 2m breiten Gasse verteilt sind; mindestens 8 Stück aufsammeln
  • dreimal Tieftauchen in Kleidung innerhalb 3 Minuten, das erstemal mit Kopfsprung, anschließend je einmal kopfwärts und einmal fußwärts von der Wasseroberfläche mit gleichzeitigem Heraufholen von jeweils zwei 5-kg-Tauchringen oder gleichartigen Gegenständen, die etwa 3m voneinander entfernt liegen (Wassertiefe 3 bis 5m)
  • 50 m Transportschwimmen, beide Partner in Kleidung: Schieben in höchstens 1:30 Minuten
  • Nachweis von Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fertigkeiten zur Befreiung aus - Halsumklammerung von hinten u. Halswürgegriff von hinten
  • Kombinierte Übung (beide Partner in Kleidung) die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
    • Sprung ins Wasser (Kopf- oder Startsprung)
    • 25m Schwimmen in höchstens 30 Sekunden
    • Abtauchen auf 3-5m Wassertiefe, Heraufholen eines 5-kg-Tauchringes oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen
    • Lösen aus einer Umklammerung durch einen Befreiungsgriff
    • 25m Schleppen in höchstens 60 Sekunden mit Fesselschleppgriff
    • Sichern des Geretteten
    • Anlandbringen des Geretteten
    • 3 Minuten Vorführen der Wiederbelebung

Handhabung folgender Rettungsgeräte:

  • Retten mit Rettungsball und Leine oder anderen zum Werfen geeigneten Rettungsgeräte
  • 12m Weitwerfen in einen Zielsektor mit 3-m-Öffnung in 12m Entfernung
    • 6 Würfe innerhalb von 5 Minuten, davon 4 Treffer
  • Retten mit einem sonstigen Rettungsgerät
  • Handhabung gebräuchlicher Hilfsmittel zur Wiederbelebung

Nachweis folgender Kenntnisse:

  • Gefahren am und im Wasser.
  • Rettungsgeräte.
  • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung).
  • Vermeidung von Umklammerungen.
  • Atmung und Blutkreislauf.
  • Erste Hilfe.
  • Rechte und Pflichten bei Hilfeleistungen.
  • Die Wasserrettungsorganisationen: Organisation, Aufgaben unter besonderer Berücksichtigung des Wasserrettungsdienstes.

Ein Lehrgang zur Vorbereitung auf eine Rettungsschwimmprüfung sollte 16 Lerneinheiten Ausbildung in Theorie und Praxis (ohne Erste Hilfe Ausbildung) beinhalten. Nachgewiesene Vorkenntnisse können bei der Ausbildung berücksichtigt werden. Die anschließende Prüfung muss innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein.

Die Ausbildung zum Rettungsschwimmer

Die Ausbildung zum Rettungsschwimmer beginnt in der Wasserwacht Ortsgruppe Schleiz meist in der achten Klassenstufe. Einige unserer Mitglieder suchen in der Zeit um die Winterferien die Schleizer Schulen auf und suchen in den Klassen nach Nachwuchs für unsere Gemeinschaft.

Jedes neue Mitglied erhält im ersten halben Jahr seine Ausbildung zum Rettungsschwimmer Bronze. Die Prüfung wird meistens kurz vor den Sommerferien abgelegt.

Nach dem Ablegen der Prüfung nimmt jedes neue Mitglied an den regelmäßig donnerstags stattfindenden Übungsabenden teil. Diese finden im Sommer im Freibad in Schleiz und im Winter im Rotkreuzzentrum im Zentrum von Schleiz statt.

Training mit dem Spineboard

Im Herbst seines ersten Jahres erhält jedes neue Mitglied eine Erste-Hilfe-Ausbildung, um im Frühjahr des zweiten Jahres seinen Rettungsschwimmer Silber ablegen zu können.

Für alle alteingesessenen Mitglieder erfolgt in den Wintermonaten eine umfassende theoretische Weiterbildung. Zweimal im Monat suchen wir dann ein Hallenbad für das Training auf.

Für sämtliche Ausbildungen und auch für unsere sonstigen Termine gibt es hier einen Plan.

 

Die Links hinter den drei Rettungsschwimmabzeichen führen zu den Prüfungsanforderungen für das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Bronze, Silber und Gold.

DRSA-Bronze

DRSA-Silber

 

DRSA-Gold

Bereits für die Ausbildung zum Rettungsschwimmer, später aber auch für seine Einsätze benötigt er ein paar Ausrüstungsgegenstände. Die Badehose bzw. der Badeanzug sind wohl jedem klar. Jedoch gehört auch eine ABC-Ausrüstung dazu. Was wir rettungsschwimmer unter ABC-Ausrüstung verstehen, könnt ihr hier nachlesen.